Reisebericht der Dirk in Lundeborg


DirkDreizehnter Reisetag  Samstag, der 22.08.09   Lundeborg

Wir bleiben im Hafen, weil es hier so schön ist. Wir machen einen Strandspaziergang und gammeln im Hafen.

Aus Draht, Seil und einer Scheibe Salami basteln wir eine Krabbenangel. Die großen Krabben sind ganz wild auf Salami. Naja, wenn man sonst nur vergammelten Fisch und Muscheln bekommt!

von Matthias Busse

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Reisebericht der Dirk von Kerteminde nach Lundeborg


DirkZwölfter Reisetag Freitag, der 21.08.2009   Kerteminde – Lundeburg

Wir sind in Lundeborg angekommen.

Heute morgen hat es zuerst geregnet. Danach wurde es trocken. Wir haben wieder schön gefrühstückt, sind ausgelaufen. Es war
kaum Wind. Wir sind erst gesegelt. Aber unter einem Knoten war das nachher nicht mehr sinnvoll. Dann haben wir den Motor angeschmissen und das Großsegel stehenlassen und sind dann motort bis zur Großen – Belt- Brücke. Da sind wir wieder unter der kleinen Seite unterdurch gegangen und auf einen Schlag, ca. 2-3 sm weiter, kam auf einmal Wind.

Von wirklich 0-1 Windstärke ging es auf einen Schlag auf 4 Windstärken aus West hoch. Wir haben sofort beide Segel hochgenommen, den Motor ausgemacht und sind dann schön runtergerauscht an Fünen längs, mit guter Fahrt von 4-5 Knoten, nachher teilweise 6 Knoten . Wir konnten den Kurs auch gut anlegen und sind gegen abend nach Lundeborg reingegangen.

Der Hafen ist sehr nett, er ist sehr verwinkelt. Wir liegen hier an der Außenmole an der Innenmauer allein. Es ist alles sehr schön gemacht, gute sanitäre Anlagen, Strom am Steg. Es ist etwas teurer hier als die anderen Häfen. Wir haben hier 150 DK bezahlt. Sonst sind 115/120 DK typisch.

Im Hafen ist ein Pavillion aufgebaut, jemand macht Lifemusik. Eben war ich mit Katrin am Strand baden. Das Wasser ist gut, wenig Quallen. Um halb sieben kamen auch die ganzen Kinder aus dem Dorf noch mal vorbei und haben noch mal alle gebadet. Es waren bestimmt so 30 – 40 Kinder.

Hier direkt am Hafen haben sich ein paar Oldtimer Fahrer getroffen. Ein Cadillac,ein amerikanischer Ford Mustang und ein Corvette waren dabei. Sehr schicke Autos! Gleich werden wir noch mal essen gehen und den Abend ruhig ausklingen lassen.

von Matthias Busse

Reisebericht der Dirk in Kerteminde


DirkElfter Reisetag  Donnerstag, der 20.08.2009  Kerteminde

Wir haben den Wetterbericht gekriegt. Mit Südost 5-6. Wir könnten damit gut nach Bogense laufen, entscheiden und aber dagegen, da wir am nächsten Tag mit Westwind kaum nach Mittelfahrt weiterkommen und dann wieder umdrehen müßten. Wir bleiben also im Hafen in Kerteminde und sind auch ganz froh, da es am Nachmittag ordentlich kachelt;  die Gischt über die Hafenmole geht.

Wir relaxen an Bord. Katrin badet am Strand, nördlich vom Hafen, bestimmt zwei Stunden.  Nachmittags habe ich noch einen ordentlich langen Spaziergang gemacht zum andern Strand südlich vom Hafen. Und abends gehen wir dann essen.

Morgens beim Brötchenholen treffe ich einen Münchener, der sein Boot in Greifswald liegen hat. Er ist alleine mit dem Boot nach Oslo gesegelt. Es ist ein Katamaran mit zwei schmalen Rümpfen, in denen man gerade schlafen kann. Er ist allein unterwegs. Er berichtet uns, dass der Südwest, den wir gestern hatten, mit 4-5, in der Gegend von Samsö oben, der ja aus dem Norden am und gegen an musste, ganz schön ruppig war.

Ein paar Tage vorher hat er auch seinen Außenborder verloren, der noch an der Leine gesichert war. Den konnte er wieder einfangen und an seinen Gestell wieder anbauen im Hafen. Er will die nächsten Tage zurück nach Greifswald fahren. Er hat ein bißchen komisch geguckt, als doch einige versucht haben, auszulaufen. Die sind ganz schön gehüpft vorm Hafen, bis sie dann die Segel hoch hatten. Einige sind nach Norden gegangen. Die ganz unverfrorenen sind sogar nach Süden gegangen, gegen Südost gegen an, durch die Große-Belt-Bücke. Das war aber ein ordentlicher Kampf. Es waren hauptsächlich Charterschiffe, die ihre Strecke beenden wollten.

von Matthias Busse

Reisebericht der Dirk von Nyborg nach Kerteminde


DirkZehnter Reisetag  Mittwoch, der 19.08.2009  Nyborg – Kerteminde

Wir liegen lägsseits am Steg. Um 10.30h laufen wir in Nyborg morgens aus. Inzwischen kommt der Wind etwas von Backbord, sodass wir auf den Steg draufgedrückt werden. Wir drücken uns ab ,rutschen etwas zurück und legen ganz brauchbar ab. Wir kratzen mit dem Anker noch etwas am Steg längs, aber das macht ja nichts. Der Anker ist ja nun wirklich stabil und der Steg hat das auch ausgehalten.

Dann gehen wir aus dem Hafen raus und setzen auch gleich das Groß voll, das reicht auch eigentlich, weil wir achterlichen Wind haben werden nachher. Erstmal haben wir halben Wind. Katrin segelt richtig schön, das macht ihr Spaß; sie sammelt ja auch noch Punkte und segelt gegen die grünen Tonnen aus Nyborg raus, die Landspitze.

Und dann sehen wir auch schon die „Große Belt Brücke“. Die wollen wir an der flachen Seite queren, also an der Westlichen Seite – die östliche Seite ist für die Berufsschifffahrt mit der richtig großen Durchfahrtshöhe. Die westliche Seite hat eine Durchfahrtshöhe von 18 m. Das sollte aber ausreichen, da wir nur 15 m hoch sind, 3 m Luft – aber aus unserer Perspektive sieht das ziemlich krass aus wenn man unterdurch fährt. Um 13.10h passieren wir die Brücke, genau platt vor dem Wind mit 4 Knoten, rauschen da schön durch, oben ist noch Platz. Das war schon ein bisschen aufregend, aber es hat gut gepasst.

Nachdem wir die Brücke passiert haben, die Sonne ist hinter uns, wir laufen weiterhin mit guten 4 Knoten, tauchen hinter uns Schweinswaale auf. Erst pustet einer, wir drehen uns um und sehen sie im Wasser weil sie durch die Sonne gut sichtbar sind. Die Schweinswaale spielen hinten in unserem Fahrwasser,prusten ein wenig und sind dann aber nach kurzer Zeit auch wieder verschwunden. Wir suchen noch ein wenig, finden sie aber nicht mehr.

Und am Nachmittag um 14,00h läuft es richtig gut, achterlich mit 5 Knoten. Claudia geht dann eine Stunde schlafen, Katrin sitzt und liest in der Sonne und ich bin am Ruder. Nach einer Stunde wechseln wir. Dann gehe ich auch mal runter. Mir gefällt das immer sehr gut, zu schlafen, wenn das Boot so schön schaukelt. Katrin ist die ganze Zeit draußen und hat ihr Harry-Potter-Buch dabei. Sie sitzt eingecremt in der Sonne und liest.

Kurz vor Kerteminde nehmen wir das Großsegel runter und motoren in den Hafen rein. Wir gehen auf einen Gastliegeplatz. Kurz nach 15.00h sind wir dann auch fest. Bei Seitenwind und mit ein bißchen Hilfe von Land und von unserem Nachbarboot. Das geht dann auch gut. Troz Windstärke 4 bis 5 aus Südost.

Katrin hat heute insgesamt 6 sm am Ruder gestanden. Das ist eine stolze Leistung. Sie war die ganze Zeit draußen und heute hat sie auch mal nicht so viel geschlafen  wie die letzten Tage, wo ihr immer schlecht geworden ist.

von Matthias Busse
Katrins Bericht:

Abends suchte ich das Wc im Hafen auf. Als ich die Tür wieder öffnen wollte, ging diese nicht auf. Ich habe an der Tür geruckelt und getreten, aber sie ging einfach nicht auf. Die Frau neben mir hat gerade geduscht. Ich habe zu ihr gesagt.“ Oh, bitte helfen Sie mir, ich komme hier nicht mehr raus!“ Sie hat auch versucht, die Tür durch Rütteln zu öffen, aber sie ging nicht auf. Dann hat die Frau ihren Mann geholt. Der hat versucht mit einem Schraubenzieher was zu machen, aber die  Tür ging nicht auf. Schließlich kam dann der Hafenmeister. Meine Mutter hat mich inzwischen auch schon gesucht. Der Hafenmeister hat endlich die Klotür aufbekommen.   DAS WAR ECHT HEISS IN DEM DING!!!

von Kathrin Busse

Reisebericht der Dirk von Aerösköbing nach Nyborg


DirkNeunter Reisetag Dienstag, der 18.08.2009 Aerösköbing – Nyborg

Karins Auge sieht wieder ganz gut aus, sodass wir morgens ablegen können. Das Auge ist abgeschwollen. Wir legen um Kurz vor 11.00 h ab, mit dem Motor. Dann nehmen wir die Fock raus, vor dem Wind, können schön in das Fahrwasser rausfahren. Wir haben ungefähr West 4.

Nachdem wir aus Aerösköbing raus sind, kommen die Wellen seitlich, achterlich und einigermaßen hoch. Sie laufen seitlich an Aerösköbing runter. Das Bot hüpft und kippt. Katrin ist ziemlich schnell übel, sodass sie sich übergeben muss. Sie geht dann auch ziemlich schnell ins Bett. Es wird ihr zwar wieder besser, aber sie verbringt den ganzen Tag im Bett – ich glaube, so an die 20 Stunden wird sie den Tag geschlafen haben. Aber besser, als mit Übelkeit draußen zu sitzen.

Wir gehen auf die Ansteuerung nach Rudköbing runter in das Marstalfahrwasser rein, was sich hinten in das Fahrwasser nach Rudköbing und Marstal aufsplittet.

Dazu nehmen wir dann noch das Groß dazu und mit Groß und Fock sind wir dann ganz gut unterwegs. Wir sind um 14.45 h schon vor Rudköbing. Das ging dann also fix. Aber mit achterlichen Wind ist das dannauch ganz ordentlich. Der Wind nimmt ein bißchen zu, sodass wir nachher 5-6 Windstärken haben. Aber durch die Abdeckung ist das alles ganz ruhiges Fahrwasser und wir können gut laufen. Nachdem wir Rudköbing passiert haben, müssen wir doch ziemlich hoch an den Wind ran.

Das Fahrwasser geht etwas weiter nach luv. Es kommen uns noch einige entgegen. Inzwischen sind es so 5-6- Windstärken geworden. Wir müssen, um wirklich sie Tonnen einhalten zu können, 15 Min den Motor laufen lassen. Das sieht ein bißchen chaotisch aus, weil das Vorsegel so flattert. Aber wir können die Höhe  nicht ganz kriegen. Und nach 15 Min ist auch alles schon vorbei und wir können wieder gut segeln und nach kurzer Zeit sind wir auch an der Abdeckung von Fünen. Der Westwind bläst uns richtig schön mit 5- 6 Knoten hoch an Fünen, zwischen Fünen und Langeland durch, sodass wir richtig gut Fahrt aufnehmen.

Um 19.00h kommen wir vor Nyborg an und sind um 19.50 h fest in Nyborg, sodass das ein richtig schöner Segeltag war. Wir haben im Schnitt so um die 5 Knoten gelaufen.

Abends geht es dann noch mal los in die Stadt. Kurz nach 21.00 h, eigenlich hat der Laden schon dicht, kriegen wir dann alle Mann noch eine leckere Pizza. Wir sitzen bei schönen warmen Wetter draußen und essen unsere Pizza. Dabei wird noch ein Feuerwerk extra für uns 🙂 abgeschossen.

Das ist ganz prima.   Um 22.00h gehen wir dann auch wirklich schlafen. Wir sind ziemlich erledigt, haben den ganzen Tag gut gesegelt. Es war auch ansrengend, aber es hat auch ziemlich viel Spaß gemacht.

von Matthias Busse