Stella Maris zurück in Istanbul


Istanbul, den 1.9.2011

Hallo,
nach einer Nachtfahrt (22 Stunden) haben wir gestern Istanbul erreicht. Einklarieren soll vor Montag nicht möglich sein, weil hier angeblich tagelang das Ende des Ramadan gefeiert wird. So werden wir wohl erst am Dienstag wieder los kommen. Bulgarien war ein richtig schönes Segelrevier, auch das Innere des Landes, das wir noch mit einem Mietauto erkundeten, war sehr schön.

Grüße von der Stella Maris

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Stella Maris im Schwarzen Meer


Hallo,

es ist eine Weile her, dass wir uns gemeldet haben. War die letzt Nachricht aus Istanbul?

In Istanbul haben wir – wie meistens – mehr Zeit verbracht als geplant. Immerhin haben wir in der Zeit ein neues Dingi gekauft (nach dem Winter ließ das Alte seine Luft ziemlich schnell ab) und ein neues Navtexradio. Unser Multifunktionsradio wollte auf den Navtexfrequenzen nicht arbeiten und für das Schwarze Meer gibt es von der Türkei nur Navtex auf englisch. Jetzt bekommen wir jeden Tag einen schönen Wetterbericht.
Die Fahrt durch den Bosporus war beeindruckend. Schon nach 5 Stunden hatten wir den Ausgang erreicht, weil wir den Hinweisen wegen der Gegenströmung gut gefolgt sind und gegelegentlich sogar einen Neerstrom erwischt haben.
Zu unserer Ankunft im Schwarzen Meer drehte der tagelang vorher wehende NE auf den für uns günstigen NW! Wolfgang wollte gleich bis Sinop durchlaufen (ca 280 Meilen).

Nach ca 30 Stunden hatte der Wind auf 7 Bft zugelegt, eine heftige See aufgebaut, die die Stella kräftig rollen ließ. Wolfgang konnte in seiner Freiwache nicht schlafen, daher beschlossen wir, als er dran war, den nächsten Hafen (Amasra) anzulaufen. Ein bezauberndes kleines Städtchen mit vielen türkischen Touristen. Seitdem Bummeln wir in Tagesetappen weiter nach Osten, machen Landausflüge (mit Dolmus) und genießen das Sommerwetter. Inzwischen ist es nämlich warm geworden, so dass textilfreies Segeln möglich ist. Die Küste stieg anfangs steil an, jetzt ist es flacher geworden. In Samsun (noch 70 Meilen) soll es dann eine flache Marschenlandschaft sein. Die Küste ist sehr grün, viel Wald dabei, die Leute sind sehr nett und hilfsbereit, manchmal trifft man einen deutsch oder englisch sprechenden Menschen, generell ist es aber kümmerlich mit Sprachkenntnissen bestellt. In Restaurants und Geschäften muß man sich mit Wörterbuch und Zeichensprache behelfen. Dennoch, es ist hier schön und wir fühlen uns wohl.

Liebe Grüße
Inge und Wolfgang