Reisebericht der Stella Maris nach Kalamaki, Griechenland.


Reisebericht der Stella Maris Crew.
Stella Maris

Lange haben wir uns nicht gemeldet, es scheinen genau drei Wochen zu sein. In dieser Zeit haben wir mit den Potsdamern einige der Inseln in der Aegaeis besucht. Wie angekündigt, sind wir von Syros nach Tinos und dann nach Delos und Mykonos gesegelt. Delos war ein überwältigendes Erlebnis. Eine kleine Insel vollgebaut mit alten griechischen Heiligtümern und später dann mit vielen römischen Bauten. Die Insel scheint hell weiss von all dem zerbrochenen Marmor und Kalkstein, der den Boden vollständig zu bedecken scheint. In einem kleinen Museum sind einige der gut erhaltenen Fundstücke ausgestellt. Vieles ist aber auch ins Ausland oder nach Athen abtransportiert worden. Mykonos ist eine Touristenhochburg, aber auch ein ausgeprägtes Beispiel für die Architektur der Kykladen. Sehr enge Gässchen, kleine Häuser, alles weiss gekalkt, so dass die schmalen Gassen sehr hell und freundlich erscheinen. Hierdurch drängeln sich auch noch kleine Autos, die an den engsten Stellen den Aussenspiegel einklappen müssen.
Ab Mykonos begleitete uns der Meltemi, der aus für uns unerklärlichen Gruenden zwischen vielleicht zwei und sechs bis sieben Bft schwankt und meistens aus NW kommt, manchmal aber auch aus N oder NE. Unser Ziel nach Mykonos war dann Leros, eine Insel im Dodekanes (unter der türkischen Kueste), wohin wir über Nacht segelten.Versuche, die Insel zu erkunden, scheiterten, da es weder Motorroller noch ein Auto zu mieten gab. Die öffentlichen Verkehrsmittel luden nicht zu einem Ausflug ein. Ein Auto zu mieten gelang uns fast nie, da wir immer nur kurz Station machten und im August meistens alles ausgebucht ist. So hielten wir uns vorwiegend in den Hafenstädten auf oder machten Ausflüge mit Taxen, die hier wirklich preiswert sind. Von Leros segelten wir nach Kos, ca. 6 sm vor der türkischen Kueste (nach Bodrum verkehrten laufend Fähren).
Jetzt mussten wir an die Rückkehr denken. Wir kreuzten einen Tag nach Levitha, wo wir erst im Dunkeln ankamen und morgens mit dem ersten Licht wieder ausliefen. So versäumten wir es bei den einzigen Einwohnern frischen Fisch zu essen.
Die nächste Insel war Amorgos, bekannt fuer ein berühmtes Kloster, das wie ein Schwalbennest an einem Berghang klebt.
Nun hatte der Meltemi ein Einsehen mit uns und wechselte von NW (wir hatten alles aufgekreuzt) auf N. Hoch am Wind konnten wir in einem Nachttoern den saronischen Golf und den Hafen Ermioni an der Ostküste auf der Peleponnes erreichen. Danach noch zwei Tagestoerns, zunächst nach Aigina und am Montag nach Kalamaki, (da sind wir noch), von wo die Potsdamer heute Morgen zum Flughafen fuhren. In der Marina in Kalamaki kann man als Besucher nur von Montags bis Freitags sein, an den anderen Tagen ist die riesige Marina voll mit Charterbooten, die hier den Crewwechsel durchführen. Das gleiche galt für die Marina auf Kos.
Morgen werden wir Dimitris auf Aigina treffen, um unsere Sachen wieder entgegen zu nehmen. Weitere Pläne haben wir noch nicht.

Grüße von der Stella Maris 25. August 2009

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