Reisebericht der Dirk von Maasholm nach Söby


Dritter Reisetag  Mittwoch, der 12.08.2009 – Maasholm – Söby

Dirk

Wir legen morgens um 10.30h unter Motor in Maasholm ab, gehen sauber raus und draußen vor Schleimünde setzen wir die Fock und das Groß im zweiten Reff da es doch ganz ordentlich bläst. Wir haben Westwind um 5, in Böen bis 6. Wir laufen Nord, ab und zu gehen Regenschauer rüber, und Böen, dunkle Wolken und es sind auch ordentliche Wellen dabei. Viele brechende Wellenkämme und viel Schaum auf den Wellenkämmen.
Um 13.10h ist Katrin seekrank, übergibt sich und geht dann in die Koje zum Schlafen. Wir haben das Kojensegel gespannt, sodass sie ganz entspannt schlafen kann; erst noch mit der Pütz in der Hand aber nachher legt sie die raus. Dann gehen wir hoch an Falshöft vorbei und weiter nördllich ändern wir den Kurs leicht, sodass wir Söby anlaufen können und die Landspitze von Aerö weiträumig umrunden.
Um 14.50h nehmen wir das Groß runter. Da wir jetzt halben bis achterlichen Wind haben, können wir ganz gut an Aerö runtersegeln bis nach Söby in den Hafen. Draußen vor dem Hafen nehmen wir die Fock runter und jetzt kommt Katrin auch wieder nach oben, isst ’nen Happen und hilft wieder mit. Sie bereitet alles vor, bindet die Fender fest, die Achter,- und Vorleinen.
Und dann, um 16.15h, sind wir fest in Söby; und das bei westlichem Wind ganz ordentlich in der Box, wie üblich vom Nordsteg. Katrin ist wieder richtig fit und hat das alles gut überstanden.
Heute war ein richtig schneller Reisetag. Wir hatten zwar ordentliche Böen bei halbem Wind, sind aber im Schnitt 5,5-6 Knoten gelaufen. Das ist schon eine richtig gute Fahrt für Fock und Groß im zweiten Reff. Wir hatten nur eine Reffleine dabei, sodass wir das erste und dritte Reff nicht verwenden konnten, aber das haben wir früher auch nie gemacht.
Söby hat sich doch deutlich gewandelt; es ist sauberer geworden. Wir hatten das von früher etwas schmuddeliger und auch „stinkend“ in Erinnerung. Aber das ist alles nicht mehr so.
Am späten Nachmittag beobachten wir dann noch einen schönen Festmacher: Jemand kommt mit seinem Motorboot rein, großes Motorboot, mit ordentlich Speed, mit 4-5 Knoten in den Hafen rein, bremst vielleicht auf 3 Knoten ab und donnert voll gegen den Steg. Er schiebt sich daran längs, fährt rückwärts wieder mit 4-5 Knoten. Wieder vorwärts. Einer springt an Land , belegt die Leine. Er gibt
wieder Rückwärtsgas, Vollgas! Und die Leine zieht. Der Mann an Land deutet ihm mit einer ganz eindeutigen Bewegung (die flache hand an Hals vorbei ziehen) Motor aus, einfach nur den Motor aus! Alles andere geht schon.
In Söby kriegen wir auch Brötchen, da ist ein schöner Bäcker. Auch die sänitären Anlagen in Söby sind gut.

von Matthias Busse

Hafen von Söby

Hafen von Söby

Landansicht Söby

Landansicht Söby

Kathrin geht es wieder gut

Kathrin geht es wieder gut

Im Dord Söby

Im Dorf Söby

Reisebericht der Dirk von Damp nach Maasholm


Zweiter Reisetag  Dienstag, der 11.08.2009 Damp – Maasholm

Dirk

Wir liegen in Damp. Morgens wird noch ein bißchen die Batterie aufgeladen. Dann hören wir auf Deutschlandfunk um 11.05h den Wetterbericht. Es sind zwar Starkwind und Sturmwarnung vorrausgesagt für die westliche Ostsee und auch Belt umd Sund, aber wir liegen gut abgedeckt und können die Windstärke gar nicht richtig bestimmen. Draußen sieht das aber auch alles gut aus, sodass es eigentlich jetzt mit Westwind ganz gut auch nach Maasholm rüber gehen kann; zumal es nur ein kurzer Schlag ist. Um 11.30h legen wir ab und um 12.00h ist das Groß oben und wir segeln mit halben Wind Richtung Maasholm zur Schlei hoch.
Um 11.45h dreht der Wind etwas vorlicher, wir nehmen die Fock dazu und können dann mit ein bißchen Kreuzen auch gut das Sperrgebiet innen passieren,- zum Land hin – zumal wir auch draußen ein Patrouilleboot gesehen haben; es kann aber auch Küstenwache gewesen sein. Hier ist einiges los, sodass wir auch ab und zu mal ausweichen müssen, aber insgesamt ist es ein ruhiges Segeln.
um 14.30h nehmen wir die Segel runter, schmeißen den Motor an und motoren die letzte Meile bis nach Schleimünde rein und dann die Schlei hoch bis zur Abbiegetonne nach Maasholm rechts raus und in den Hafen rein. An der Außenmole können wir richtig schön festmachen bei weiterhin Westwind sind wir da ganz gut im Wind, liegen längsseits an der Außenmole. Auch dieses Anlegemanöver war einfach. Wir sind einfach mit dem Bug an die Mole gegangen und haben die Leine rübergelegt und uns leicht zurücksacken lassen. Ein größeres Schiff kam uns noch dazwischen, wollte sich gleichzeitig vor uns legen. Da wir auch sehr langsam motort sind, waren sie etwas ungeduldig – die ganze Zeit hinter uns – .Wir sind mit ungefähr drei Knoten reinmotort und sie sind hinter uns hergeschlichen. Aber besser langsam als überhastet und einen Fehler machen.
Abends sind wir dann noch in Maasholm Essen gegangen. Ab und zu hat es auch genieselt aber dann war es wieder ruhig.

von Matthias Busse