Yacht Devices Engine Gateway mit einem Volvo D2-40 F verknüpfen


Gekauft habe ich ein Yacht Devices Engine Gateway YDEG-04N mit Firmware 1.15. Mein Boot ist mit einem Volvo D2-40F mit dem Standard-Kombiinstrument sowie mit einem daran angeschlossenen Kühlwasser-Temperaturinstrument ausgerüstet. Zweck der YDEG4N-Installation sollte die Verfügbarkeit v.A. der Kühlwassertemperatur (nach früheren Übertemperatur-Problemen) auch auf Plotter und Instrumenten im Decksalon sein. Das Boot verfügt über einen NMEA2000-Backbone von Raymarine (Seatalk NG) an dem außer Raymarine-Instrumenten/Plotter auch B&G-Komponenten sowie ein AMEC AIS-Transponder hängen. Erforderliche Steckeradapter konfektionierte ich meist selbst.

Der räumlichen Einfachheit halber habe ich den YDEG4N einerseits (wie vorgeschlagen) an den Drehzahlmesser und andererseits an den 2. (freien) Seatalk NG Anschluß des benachbarten Autopilot-Instruments p70 und nicht direkt an den Backbone angeschlossen (Raymarine erlaubt hier z.B. ein weiteres i70 Instrument). Ergebnis: Plug and play. In der default Konstellation sehe ich jetzt z.B. Drehzahl, Temperatur, Betriebsstunden auf allen Raymarine-Instrumenten sowie auf dem B&G-Plotter. Inzwischen habe ich auch problemlos ein Firmware-Update auf Version 1.17 vorgenommen (deren Veränderungen/Bugfixes mir leider nicht bekannt sind).

Zusammenfassend eine bei mir sehr einfache bzw. unkomplizierte Installation mit vergleichsweise preiswerter Realisation meiner Anforderungen.

Kabel, Adapter und Übersetzer an Bord


An Bord kommen über die Jahre mehrere Datenstandards (Sprachen) zusammen. Dazu kommen immer wieder Fragen. Deshalb hier eine kleine Aufstellung

Das sind z.B. die älteren Protokolle: NMEA 0183, Seatalk 1

Dann die Verbindung mit dem PC: RS-232, USB

Die Bus Systeme für Text Daten: NMEA2000, SeaTalk NG

Die Bus Systeme für Bild Daten: Raymarine Raynet, Raymarine SeaTalk HS, Ethernet B&G / Simrad / Lowrance, Garmin Marine Netzwerk

NMEA0183 wird einfach 2-adrig verbunden mit eigenen Kabeln. Hier gibt es keinen Stecker Standard. Es ist nur die Flussrichtung der Daten und die Polung (+/-) zu beachten.
Hier steht TX für senden (Transmit) und RX für Empfangen (Receive).
A steht für + und B für – Datenleitung.

Die anderen Datenstandards verwende spezielle Stecker.

Hier finden Sie die entsprechenden Kabel und zum Teil auch passende Geber:

1. Raymarine SeaTalk 1

2. NMEA2000 mit Micro-C 5-polig und ähnlichen Steckern
2a. Furuno NMEA2000
2b. Garmin NMEA2000
2c. Lowrance/Simrad/B&G NMEA2000
2d. Maretron NMEA2000
2e. Offshore Dynamics

Eine Sonderform nur für die Stromversorgung an Bord : Philippi PBUS

3. NMEA2000 aber mit speziellen Raymarine Steckern
SeaTalk NG

4. NMEA2000 aber mit speziellen Simrad Steckern
SimNet

5. Ethernet zur Bildübertragung.
Alle Hersteller verwenden unterschiedliche Stecker und sind auch nicht miteinander Datenkompatibel.
5a. Lowrance/Simrad/B&G Ethernet
5b. Raymarine Raynet (neu)
5c. Raymarine SeaTalk HS (alt)
5d. Garmin Marine Netzwerk

Nur Raymarine Raynet und Raymarine SeaTalk HS können mit Adaptern verbunden werden.
Zwei Geräte können direkt verbunden werden. Zum Beispiel 2 Displays, oder 1 Display und eine digitale Radarantenne mit Bildübertragung. Bei mehr als 2 Geräten werden spezielle Ethernet-Hubs der Hersteller eingesetzt um die Daten weiter zu verteilen.

von Matthias Busse

Sailracer Datalinker NMEA0183 > Bluetooth LE Sender für ein Tablet


Der Sailracer DataLinker nutzt die Bluetooth Smart Verbindung zu ihrem mobilen Endgerät um Schiffsdaten zu übertragen. Die 3G/4G Verbindung des Handy oder Tablets zum Internet  bleibt bestehen  und leitet die Schiffsdaten zuverlässig weiter. Bei einer  Verbindung über das WiFi System muss die Datenübertragung abgebrochen werden wenn man mit dem Handy oder Tablet im Internet surfen will.

Ein weiterer Vorteil der Bluetooth Smart (auch BT Version 4.0 oder BLE)  Schnittstelle liegt darin, dass der Energieverbrauch,  im Gegensatz zum Bluetooth Classic System, deutlich reduziert wird.  Der geringere Energieverbrauch spart Kosten und die Reichweite des BLE ist annähernd gleich.

Der DataLinker wird an den NMEA 0183 Ausgang des Bordsystems angeschlossen und benötigt eine 12V Stromversorgung. Er sendet die Datensätze dann über die Bluetooth Smart Schnittstelle zu einem mobilen Endgerät (Android oder iOS). Zur Darstellung der Daten kann der kostenlose SailRacer Server und die Sailracer App genutzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit andere Navigations Apps zu nutzen, da der Server einen TCP Stack auf macht. Die DataLinker Free App generiert aus dem Bluetooth Signal alle relevanten NMEA Datensätze.

Es steht auch eine SeaTalk 1 > Bluetooth LE Version zur Verfügung speziell für Raymarine Bordinstrumente.

Von Matthias Busse

FAQ: Simnet, NMEA 2000 und SeaTalk NG – Stecker und Verbindungen


Frage: Kann ich mein Simnet / NMEA 2000 / SeaTalk NG miteinander verbinden?

Antwort: Ja es gibt Adapterkabel und die Datensätze sind größtenteils identisch.

Simnet NMEA2000 Seatalk NG rechts

Simnet – NMEA2000 – Seatalk NG Spur Kabel
Bild von: http://www.test4sea.de

NMEA 2000 ist die Basis und normiert auch die Stecker (im Bild der mittlere Stecker).

Simrad hat einen eigenen Stecker (links im Bild) und nennt sein Netzwerk Simnet. Alle Kabelstecker und Abschlußwiderstände sind weiblich und alle Verbinder (3-fach oder 7-fach) sind männlich.

Raymarine nennt sein Netzwerk SeaTalkNG und verwendet zwei verschiedene Kabel. Backbone Kabel (Hauptleitung) blaue Stecker alle weiblich und Spur Kabel (Abzweige, rechts im Bild) weiße Stecker alle weiblich. Alle Verbinder von Raymarine sind männlich, das T-Stück oder der 5-fach Adapter.

NMEA2000 verwendet identische Spur und Backbone Kabel. Sie haben immer männliche und weibliche Stecker an den Enden. Und an jedem T-Stück wechselt das wieder zurück.

Es gibt von Simrad Adapter auf das Standard NMEA2000 Netzwerk (männlch oder weiblich) .

Auch von Raymarine gibt es Adapter auf das Standard NMEA2000 Netzwerk, hier kann man aber nur im Spurkabel (weisses Kabel) wechseln.

Obwohl es einfach erscheint, ein paar Stolpersteine gibt es aber doch.
Am besten Fragen Sie uns wenn Sie Ihre Netzwerke an Bord verbinden möchten.

Die zwei typischen Fehler beim Aufbau der 3 Netze sind:
1. Das Netzwerk Spannungskabel ist nicht an 12V angeschlossen.
2. Die Abschlußwiderstände an den Enden des Backbone Kabels wurden vergessen.

von Matthias Busse

FAQ: Ersatz für meine Raymarine Raystar 125 GPS Antenne


Frage: Gibt es eine Ersatzantenne für meine Raymarine Raystar 125 Antenne?

Antwort:  Ja, aber gab es zwei verschiedene Raystar 125 Antennen:
– Die Raystar 125 mit NMEA 0183 und SeaTalk Ausgang
– Die Raystar 125 Plus mit NMEA 0183, SeaTalk und SeaTalk NG Ausgang
Beide Antennen sind nicht mehr lieferbar.

Um eine passende Ersatzantenne auszuwählen, muss man nun unterscheiden wie die Antenne an Bord angeschlossen ist.
Hier gibt es drei Möglichkeiten.

1. Die Antenne wird über NMEA 0183 angeschlossen.
Dann können Sie eine Ersatz Antenne verwenden, die auch NMEA 0183 Daten sendet, z.B. die GPS 320 Antenne.

2. Die Antenne wird über SeaTalk angeschlossen.
Dann verwenden Sie die Raystar 130 und den SeaTalk zu SeaTalk NG Adapter Satz.

3. Die Antenne wird über SeaTalk NG angeschlossen.
Dann wechseln Sie die Antenne gegen eine Raystar 130 mit SeaTalk NG aus.

Neu Raymarine ITC-5 Interface


Das neue Raymarine ITC-5 Interface ist jetzt lieferbar.

Die analogen ST60 Geber für Logge, Lot, Wind, Kompaß und Ruderlage werden direkt an das neue Interface ITC-5 angeschlossen. Das Interface gibt die Daten dann auf SeaTalk NG Schnittstelle aus. Sie stehen somit den Raymarine i70 Displays zur Verfügung und werden auch auf den e7 / e95 / e97 / e125 / e127 und c95 / c97 / c125 / c127 Displays angezeigt. Ein i70 Display sollte im neuen System zur Kalibrierung der Geber vorgesehen werden, z.B um die Wind Vorausrichtung einzustellen oder die Logge zu kalibrieren.

von Matthias Busse

Aufbau eines einfachen ITC-5 Netzwerks mit Gebern, NG Backbone Kabel und Displays.

FAQ: Raymarine ST6002 ersetzen durch p70


Frage: Ich möchte mein Raymarine ST6002 Autopiloten Display ersetzen durch ein farbiges p70 Bedienteil.

Antwort: Das ST6002 Bedienteil (wie auch ST7002 / ST8002) wird über SeaTalk 1 an die S-Kurscomputer (S1/S2/S3/S1G/S2G/S3G) und die SPX Kurscomputer (SPX-5 Rad/SPX-5 Pinne/SPX-10/SPX-30) angeschlossen

Wenn Sie einen S-Kurscomputer haben, können Sie das p70 / p70R Display mit einem SeaTalk NG zu SeaTalk 1 Adapterkabel direkt an das bereits vorhandene SeaTalk 1 Kabel mit einem 3-fach Verteiler anschließen.

Wenn Sie eine SPX-Kurscomputer haben wird das p70 / p70R Display über SeaTalk NG angeschlossen. Hier benötigen Sie dann noch einige SeaTalk NG Netzwerk Komponenten oder gleich das SeaTalk NG Starter Set.

Ein Hinweis: Der Seatalk NG zu SeaTalk 1 Übersetzer kann für den Autopiloten nicht verwendet werden. Er ist für Instrumenten Daten geeignet, aber er übersetzt die Autopiloten & Kalibrationsdaten nicht.

von Matthias Busse

FAQ: Wie kann ich Raymarine SeaTalk und SeaTalk NG Geräte verbinden?


Frage: Wie kann ich Raymarine SeaTalk und SeaTalk NG Geräte verbinden?

Antwort: Raymarine (und vorher auch Autohelm) verwenden seit Jahren die SeaTalk Vernetzung, die neuerdings auch SeaTalk 1 genannt wird. Bei Autohelm waren es runde 3-polige Stecker und bei Raymarine sind es gebogene 3-polige Steckverbindungen. Diese Verbindung wird von ST60+ Instrumenten, C- und E-Serie Displays, S1/S2/S3 Autopiloten und weiteren Geräten verwendet.

Neu entwickelt wurde das SeaTalk NG Netzwerk von Raymarine. Die Verkabelung ist jetzt anders aufgebaut (wie bei NMEA2000) und die Datenübertragung ist wesentlich schneller.

Wenn alte und neue Geräte verbunden werden sollen gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Ein neues ST70 Instrumenten Farbdisplay mit SeaTalk NG Steckern soll zu einem bestehenden SeaTalk 1 Netz (z.B. ST60+ Instrumente) hinzugefügt werden. Dann liegt dem ST70 Display ein Adapter auf SeaTalk 1 bei. Das ST70 Display arbeitet wie ein normales SeaTalk 1 Zweit-Display. Die SeaTalk 1 Daten können dargestellt werden.

2. In ein bestehendes SeaTalk 1 Netzwerk sollen Daten eines neuen SeaTalk NG Netzwerks eingebunden werden und umgekehrt. Dann wird ein Adapter Set benötigt dass die Daten in beide Richtungen übersetzten kann. Dieses Set darf nur einmal pro Yacht eingesetzt werden, da es sonst Datenkollisionen gibt. Das ist aber bei guter Planung auch umzusetzen. Das Adapter Set besteht aus mehreren Kabeln und einem speziellen Wandler.

von Matthias Busse